Immergrüne Hecken
Immergrüne Hecken sind das ganze Jahr blickdicht — der Hauptgrund, warum sie so beliebt sind. Ökologisch unterscheiden sie sich allerdings dramatisch, und das lässt sich mit Zahlen belegen: Für den Kirschlorbeer führt die Schmetterlings-Datenbank des Bundesamts für Naturschutz keine einzige Art[1], für den heimischen Liguster dagegen 20[2]. Die Thuja „bietet für Bienen und Vögel keine Nahrung“[4]. Diese Seite vergleicht die wichtigsten Arten — belegt, mit ihren Vor- und Nachteilen.

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Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Der Kirschlorbeer ( Prunus laurocerasus, Lorbeerkirsche) ist die meistgepflanzte immergrüne Heckenpflanze — schnell blickdicht, schattenverträglich und ganzjährig grün. Er wird als Heckensorte etwa 3 m hoch.
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Thuja (Lebensbaum, Thuja occidentalis)
Die Thuja ( Thuja occidentalis, Lebensbaum) ist die meistgepflanzte immergrüne Heckenpflanze Deutschlands: schnell blickdicht, günstig, pflegeleicht und das ganze Jahr über dicht belaubt.
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Liguster (Ligustrum vulgare & ovalifolium)
Der Liguster ( Ligustrum vulgare ) ist eine heimische Heckenpflanze und die ökologisch stärkste Alternative zu Kirschlorbeer und Thuja: Das Bundesamt für Naturschutz führt 20 Schmetterlingsarten, die ihn …
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Eibe (Taxus baccata)
Die Eibe ( Taxus baccata ) ist die einzige heimische immergrüne Heckennadelpflanze — und die beste Alternative zur ökologisch wertlosen Thuja: dicht, schnittverträglich, schattenfest und mit roten Früchten für …
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Stechpalme (Ilex aquifolium & Ilex crenata)
Die Stechpalme ( Ilex aquifolium ) ist die einzige heimische immergrüne Laubgehölzart Deutschlands — und damit eine echte Rarität: ganzjährig blickdicht, heimisch und dank der bedornten Blätter zugleich ein …
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Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana)
Die Scheinzypresse ( Chamaecyparis lawsoniana ) war jahrzehntelang neben der Thuja die Standard-Heckenpflanze — laut Bayerischer Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau standen beide „lange im Vordergrund“.
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Glanzmispel (Photinia fraseri 'Red Robin')
Die Glanzmispel ( Photinia × fraseri, meist als Sorte „Red Robin“ verkauft) ist wegen ihres leuchtend roten Austriebs enorm beliebt.
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Buchsbaum (Buxus sempervirens)
Der Buchsbaum ( Buxus sempervirens ) ist die klassische Pflanze für niedrige Einfassungen und Formschnitt.
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Feuerdorn (Pyracantha)
Der Feuerdorn ( Pyracantha ) ist unter den immergrünen Heckenpflanzen ein Sonderfall: Er ist die einzige, die von der Giftzentrale Bonn ausdrücklich als ungiftig geführt wird — Eibe, Thuja, Kirschlorbeer …
Zur SeiteStechpalme — die einzige heimische Immergrüne
Sie ist die einzige heimische immergrüne Laubart und nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Ihre bedornten Blätter machen sie zum wirksamsten Zutrittsschutz dieser Liste; tiefen Schatten verträgt sie, Formschnitt auch. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Alle Organe sind gering giftig, und als Raupenfutter verzeichnet die Datenbank des Bundesamts für Naturschutz genau eine Schmetterlingsart.
Die wichtigsten immergrünen Hecken im Vergleich
Alle neun Arten dieser Kategorie sind ganzjährig blickdicht. Der Unterschied liegt im ökologischen Wert, in der Giftigkeit — und darin, ob sich die Hecke später verjüngen lässt:
| Art | Heimisch | Schmetterlingsarten | Giftigkeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Eibe | ja[5] | kein Eintrag[3] | giftig bis sehr giftig[9] | einzige heimische immergrüne Nadelpflanze[5]; für Pferde tödlich[10] |
| Stechpalme | ja[16] | 1[17] | gering giftig[18] | einzige heimische immergrüne Laubart; besonders geschützt[16]; als Hecke „viel zu wenig genutzt“[19] |
| Liguster | ja[6] | 20[2] | gering giftig[13] | Wildart sommergrün[14], nur Heckensorten wintergrün[15] |
| Buchsbaum | ja[20] | kein Eintrag[27] | gering giftig bis giftig[21] | Rote Liste 3[20]; Buchsbaumzünsler[22]; nur 0,3–2 m[20] |
| Feuerdorn | nein | kein Eintrag[28] | ungiftig[25] | dornig; „in der Vogelwelt sehr beliebte Schutzgehölze“[26]; Feuerbrand-Wirt |
| Thuja | nein | kein Eintrag[29] | giftig[11] | „bietet für Bienen und Vögel keine Nahrung“[4]; kein Radikalschnitt[4] |
| Scheinzypresse | nein | kein Eintrag[30] | giftig[23] | kein Radikalschnitt möglich[4]; Hautreizung beim Schnitt[23] |
| Glanzmispel | nein | nicht erfasst | kein Eintrag | nicht zuverlässig winterhart — Frosttrocknis[24] |
| Kirschlorbeer | nein | kein Eintrag[1] | gering giftig[12] | BfN-Handlungsliste[7]; in der Schweiz seit 09/2024 verboten[8] |
Was die Zahlen bedeuten: Die Schmetterlingszahlen stammen aus der Lepidat-Datenbank des Bundesamts für Naturschutz und sind untereinander vergleichbar. Der Kontrast ist deutlich: Beim heimischen Liguster sind 20 Arten verzeichnet[2]; bei sechs der neun Arten meldet die Datenbank dagegen „Keine Informationen“. Diese Meldung ist bei allen sechs wörtlich dieselbe — bei der Eibe[3] wie beim Kirschlorbeer[1]. Lepidat unterscheidet nicht, ob eine Art untersucht wurde und ohne Falter blieb oder ob sie nie erfasst wurde. Wir schreiben deshalb überall „kein Eintrag“ und nirgends „0“: Das belegt keinen Nutzen, beweist aber auch keine Nutzlosigkeit.
Welche immergrüne Hecke passt?
Wenn heimisch und ökologisch wertvoll zählt: Liguster. Er ist einheimisch[6], 20 Schmetterlingsarten nutzen ihn[2], er ist anspruchslos und schnittfest. Wichtig zu wissen: Nur die Heckensorten sind wintergrün[15] — die Wildart wirft ihr Laub ab[14]. Beim Kauf also auf die Sorte achten.
Wenn es wirklich immergrün und heimisch sein soll: Eibe — die einzige heimische immergrüne Heckennadelpflanze[5], schattenfest und sehr langlebig. Der Preis dafür: Sie ist giftig bis sehr giftig[9] und für Weidetiere lebensgefährlich (tödliche Dosis beim Pferd 0,2–0,4 g Nadeln je Kilogramm Körpergewicht)[10]. An Pferdekoppeln und Viehweiden gehört sie nicht.
Wovon wir abraten: Thuja und Kirschlorbeer — die beiden meistverkauften Heckenpflanzen. Die Thuja „bietet für Bienen und Vögel keine Nahrung“[4]; der Kirschlorbeer steht auf der Handlungsliste des Bundesamts für Naturschutz[7] und ist in der Schweiz seit dem 1. September 2024 sogar verboten[8]. Beide sind zudem giftig[11][12]. Wer bereits eine solche Hecke hat, muss sie nicht sofort ersetzen — bei einer Neupflanzung gibt es aber schlicht bessere Optionen.
Wenn Winterlaub reicht: Eine Alternative, die viele übersehen — Hainbuche und Buchenhecke sind zwar laubabwerfend, halten ihr braunes Laub aber weitgehend über den Winter und sind ökologisch top (Buche: 68 Schmetterlingsarten). Für viele Gärten ist das der bessere Kompromiss.
Pflanzung, Schnitt und Pflege
Pflanzabstand: Für eine dichte Hecke rechnet man je nach Pflanzgröße 2–3 Pflanzen pro laufendem Meter; bei größeren Ballenpflanzen entsprechend weniger. Wurzelnackte Ware ist im Herbst deutlich günstiger, immergrüne Arten werden aber meist im Container oder mit Ballen geliefert.
Der wichtigste Pflegefehler ist Trockenheit im Winter. Weil immergrüne Hecken ihr Laub behalten, verdunsten sie auch bei Frost Wasser — kann die Pflanze es aus gefrorenem Boden nicht nachliefern, entstehen braune Blätter. An frostfreien Tagen gießen, besonders im ersten Standjahr und bei Wintersonne.
Schnitt: Ein bis zwei Schnitte pro Jahr genügen. Ein leicht trapezförmiger Schnitt (unten breiter als oben) sorgt dafür, dass die Hecke auch am Fuß dicht bleibt — sonst verkahlt sie dort mit den Jahren. Eine Besonderheit: Die Eibe treibt auch aus altem Holz wieder aus und lässt sich verjüngen, Thuja und Scheinzypresse dagegen bleiben an kahl geschnittenen Stellen dauerhaft braun (redaktionelle Einschätzung nach gängiger Gartenbau-Praxis).
Grenzabstand und Recht
Für immergrüne Hecken gelten dieselben Grenzabstände wie für laubabwerfende — maßgeblich ist die Höhe, nicht das Laubverhalten. Die Werte je Bundesland stehen in unserer Rechtsübersicht für alle 16 Bundesländer; drei Länder (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern) kennen gar keine festen Pflanzabstände und lösen Streitfälle über das allgemeine Nachbarrecht.
Ein Vorteil der Immergrünen kann rechtlich zum Nachteil werden: Weil sie ganzjährig Schatten werfen, wiegen Beschwerden über Verschattung schwerer als bei Laubhecken.
Einzelnachweise
Die Vergleichstabelle stützt sich auf die folgenden Quellen zu den einzelnen Arten. Fünf weitere immergrüne Arten sind inzwischen ebenfalls belegt und auf ihren eigenen Seiten nachgewiesen.
- FloraWeb/Lepidat — Abfrage Prunus laurocerasus: keine Art als Futterpflanze verzeichnet (die Datenbank meldet „Keine Informationen“) — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- FloraWeb/Lepidat — Schmetterlingsfutterpflanze Ligustrum vulgare: 20 Arten (u. a. Ligustereule) — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- FloraWeb/Lepidat — Schmetterlingsfutterpflanze Taxus baccata: „Keine Informationen zu Taxus baccata L. in der Lepidat-Datenbank“ — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-07-31)
- Naturnahe Alternativen zur Thujahecke — „Thuja … bietet für Bienen und Vögel keine Nahrung“ (01.02.2023) — Bayerische Gartenakademie / Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- FloraWeb — Artenprofil Taxus baccata (Gewöhnliche Eibe): einheimisch, immergrün, bis 20 m, Rote Liste V (Vorwarnliste), nach BNatSchG besonders geschützt — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-07-31)
- FloraWeb — Artenprofil Ligustrum vulgare (Gewöhnlicher Liguster); einheimisch, ungefährdet, Zeigerwerte L7/R8/F4 — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- Invasivitätsbewertung Gefäßpflanzen — Prunus laurocerasus auf der Handlungsliste (potenziell invasiv, etabliert; Stand 31.03.2024) — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- Änderung im Umgang mit invasiven gebietsfremden Pflanzen — Freisetzungsverordnung Anhang 2.2; Verkaufs-/Abgabeverbot für Kirschlorbeer seit 1. September 2024 — Bundesamt für Umwelt (BAFU), Schweizerische Eidgenossenschaft. Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- Giftpflanzen-Datenbank: Eibe (Taxus baccata) — „giftig bis sehr giftig“; Taxin in Nadeln und Samen; das Fruchtfleisch ist ungiftig — Informationszentrale gegen Vergiftungen (Giftzentrale Bonn), Universitätsklinikum Bonn. Quelle (abgerufen 2026-07-31)
- CliniTox Pflanzengifte: Taxus baccata — „sehr stark giftig +++“; tödliche Dosis Pferd 0,2–0,4 g Nadeln/kg, Rind 2,0 g/kg; Taxin B; Tod innerhalb weniger Minuten möglich — Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Universität Zürich (Schweiz). Quelle (abgerufen 2026-07-31)
- Giftpflanzen-Datenbank: Hecken-Thuja (Thuja occidentalis) — Einstufung „giftig“ — Informationszentrale gegen Vergiftungen (Giftzentrale Bonn), Universitätsklinikum Bonn. Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- Giftpflanzen-Datenbank: Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) — „alle Pflanzenteile, besonders Blätter und Samen, sind giftig“ (cyanogene Glykoside/Blausäure) — Informationszentrale gegen Vergiftungen (Giftzentrale Bonn), Universitätsklinikum Bonn. Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- Giftpflanzen-Datenbank: Gemeiner Liguster (Ligustrum vulgare) — „alle Pflanzenteile gering giftig“; bis zu 5 Beeren i. d. R. problemlos — Informationszentrale gegen Vergiftungen (Giftzentrale Bonn), Universitätsklinikum Bonn. Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- Gewöhnlicher Liguster — Kurzbeschreibung heimischer Gehölze: bis 5 m, SOMMERGRÜN mit spätem Laubfall, wichtiges Vogelnist- und Nährgehölz — Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Agrarökologie. Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- Gehölz-Steckbrief Ligustrum vulgare ‚Atrovirens‘ — Heckensorte, WINTERGRÜN, 4 m Höhe — Bund deutscher Baumschulen (BdB) e. V. — Landesverband Sachsen. Quelle (abgerufen 2026-07-30)
- FloraWeb — Artenprofil Ilex aquifolium (Europäische Stechpalme): einheimisch, „BNatSchG: besonders geschützt“, Rote Liste ungefährdet, 1–6 (–10) m, Blüte Mai–Juni — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- FloraWeb/Lepidat — Schmetterlingsfutterpflanze Ilex aquifolium: 1 Art (Zeuzera pyrina, Blausieb) — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- Giftpflanzen-Datenbank: Stechpalme (Ilex aquifolium) — „gering giftig“, „Alle Organe sind giftig“; Triterpene in den Früchten, Saponine in den Blättern; bis fünf Beeren in der Regel ohne weitere Therapie — Informationszentrale gegen Vergiftungen (Giftzentrale Bonn), Universitätsklinikum Bonn. Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- Zur gärtnerischen Verwendung der Stechpalme (LWF Wissen 85): „Als geschnittene Hecke wird Ilex in Deutschland bisher viel zu wenig genutzt“; guter Sichtschutz und durch bedornte Blätter Schutz vor Eindringlingen; schnitt- und schattenverträglich; „Vögel und Kleinsäuger finden in diesen Hecken das ganze Jahr einen sicheren Aufenthalts- und Rückzugsraum“ — Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF). Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- FloraWeb — Artenprofil Buxus sempervirens (Buchsbaum): einheimisch, Rote Liste 3 (gefährdet), „BNatSchG: besonders geschützt“, 0,3–2 (–4) m, Blüte März–April, wintermilde Lagen, basenhold — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- Giftpflanzen-Datenbank: Buchsbaum (Buxus sempervirens) — „gering giftig bis giftig“; giftig sind Blätter und Früchte; Wirkstoff Buxus-Alkaloide — Informationszentrale gegen Vergiftungen (Giftzentrale Bonn), Universitätsklinikum Bonn. Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- Alternativen zu Buchs — der Buchsbaumzünsler hat „so stark zugesetzt, dass viele Sträucher abgestorben sind“; als Ersatz Liguster ‚Lodense‘, Eibe und Ilex crenata; Fazit: „die beste Alternative zum Buchs ist der Buchs selbst, eventuell in einer anderen Sorte“ — Bayerische Gartenakademie / Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- CliniTox Pflanzengifte: Chamaecyparis lawsoniana — Einstufung „giftig +“; Wirkstoffe Thujon, Tropolone, Picatsäure; nach Hautkontakt oder Einatmen Kontaktdermatitis und Asthmaanfälle — Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Universität Zürich (Schweiz). Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- Glanzmispel (Photinia) — Gehölze für Nachpflanzungen: „Die immergrünen Hybriden mit ihrem wunderbaren, leuchtend roten Frühjahrsaustrieb sind bei uns nicht zuverlässig winterhart, da sie schnell an sogenannter Frosttrocknis leiden“; bis 3 m, sonnig bis halbschattig, geringe Bodenansprüche — Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Pflanzenschutz. Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- Giftpflanzen-Datenbank: Feuerdorn (Pyracantha coccinea) — Einstufung „ungiftig“; dorniger Strauch bis 3 m, wintergrün, weiße Blüten Mai–Juni, rote Früchte von August bis Dezember und länger — Informationszentrale gegen Vergiftungen (Giftzentrale Bonn), Universitätsklinikum Bonn. Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- Feuerdorn (Pyracantha) — Gehölze für Nachpflanzungen: „bis 4 m hohen, wintergrünen Sträucher wachsen oft dichtbuschig“, „in der Vogelwelt sehr beliebte Schutzgehölze“; sonnig bis halbschattig, empfindliche Sorten leiden unter zu viel Wintersonne, geringe Bodenansprüche ohne Staunässe — Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Pflanzenschutz. Quelle (abgerufen 2026-08-07)
- FloraWeb/Lepidat — Abfrage Buxus sempervirens: „Keine Informationen zu Buxus sempervirens L. in der Lepidat-Datenbank“ — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-08-31)
- FloraWeb/Lepidat — Abfrage Pyracantha coccinea: „Keine Informationen zu Pyracantha coccinea M. Roem. in der Lepidat-Datenbank“ — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-08-31)
- FloraWeb/Lepidat — Abfrage Thuja occidentalis: „Keine Informationen zu Thuja occidentalis in der Lepidat-Datenbank“ — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-08-31)
- FloraWeb/Lepidat — Abfrage Chamaecyparis lawsoniana: „Keine Informationen zu Chamaecyparis lawsoniana (A. Murr.) Parl. in der Lepidat-Datenbank“ — Bundesamt für Naturschutz (BfN). Quelle (abgerufen 2026-08-31)
Häufige Fragen
Welche immergrüne Hecke ist die beste?
Das hängt davon ab, was zählt. Ökologisch: Liguster — heimisch, 20 Schmetterlingsarten, anspruchslos und schnittfest. Wenn es wirklich immergrün und heimisch sein soll: die Eibe, die einzige heimische immergrüne Heckennadelpflanze — dafür giftig bis sehr giftig und für Weidetiere lebensgefährlich. Für den stärksten Zutrittsschutz: die Stechpalme mit ihren bedornten Blättern. Von Thuja und Kirschlorbeer, den beiden meistverkauften, raten wir ab — die Gründe stehen in der nächsten Antwort.
Warum ratet ihr von Kirschlorbeer und Thuja ab?
Weil beide ökologisch nichts beitragen und Probleme mitbringen. Die Thuja „bietet für Bienen und Vögel keine Nahrung“ (LWG). Der Kirschlorbeer steht auf der Handlungsliste des Bundesamts für Naturschutz und darf in der Schweiz seit dem 1. September 2024 nicht mehr verkauft werden. Für beide verzeichnet die Schmetterlings-Datenbank des Bundesamts keinen Eintrag, und giftig sind sie obendrein. Gegen eine bestehende Hecke spricht nichts — bei einer Neupflanzung gibt es aber bessere Arten.
Ist Liguster wirklich immergrün?
Nur die Heckensorten. Die heimische Wildart Ligustrum vulgare ist sommergrün und wirft ihr Laub ab; wintergrün sind die im Handel üblichen Heckenformen. Beim Kauf also auf die Sorte achten — sonst steht die „immergrüne“ Hecke im Februar kahl da.
Wann ist eine immergrüne Hecke blickdicht?
Zur Wuchsgeschwindigkeit nennen wir keine Jahreszahlen, weil es dafür keine institutionelle Quelle gibt, die wir zitieren könnten. Belastbar ist nur die Reihenfolge: Kirschlorbeer und Thuja gelten als schnell, die Eibe als ausgesprochen langsam. Praktisch entscheidet ohnehin die Pflanzgröße — wer zu einem Termin fertig sein muss, kauft die Höhe.
Was ist der häufigste Pflegefehler?
Trockenheit im Winter. Weil immergrüne Hecken ihr Laub behalten, verdunsten sie auch bei Frost Wasser. Kann die Pflanze es aus gefrorenem Boden nicht nachliefern, werden die Blätter braun — besonders im ersten Standjahr und bei Wintersonne. An frostfreien Tagen gießen.
Lässt sich eine immergrüne Hecke verjüngen, wenn sie zu groß wird?
Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Eibe treibt auch aus altem Holz wieder aus und lässt sich zurücknehmen. Thuja und Scheinzypresse bleiben an kahl geschnittenen Stellen dauerhaft braun — was einmal zu breit geworden ist, wird nicht wieder grün. Wer an einer engen Grenze pflanzt, sollte das vorher wissen (redaktionelle Einschätzung nach gängiger Praxis).
Wie viele Pflanzen brauche ich je laufendem Meter?
Je nach Pflanzgröße 2–3 Pflanzen, bei großen Ballenpflanzen entsprechend weniger. Ein leicht trapezförmiger Schnitt — unten breiter als oben — sorgt dafür, dass die Hecke auch am Fuß dicht bleibt; sonst verkahlt sie dort mit den Jahren.
Gelten für immergrüne Hecken andere Grenzabstände?
Nein — maßgeblich ist die Höhe, nicht das Laubverhalten; die Werte je Bundesland stehen in unserer Rechtsübersicht für alle 16 Bundesländer. Ein Vorteil der Immergrünen kann rechtlich aber zum Nachteil werden: Weil sie ganzjährig Schatten werfen, wiegen Beschwerden über Verschattung schwerer als bei einer Laubhecke, die im Winter Licht durchlässt.
